Geschrieben von: Andreas Zerr Donnerstag, den 06. Oktober 2011 um 10:19 Uhr
Euro-Bonds gelten für Einige als die Lösung der europäischen Schuldenkrise. Plötzlich sollen sie die Euro-Zone aus der Schuldenfalle retten.
Es gibt im Wesentlichen sechs Argumente, die gegen diese politische Illusion spricht.
Die Verfechter der Eurobonds-Idee gehen davon aus, dass durch die Einführung von Gemeinschaftsanleihen ein gigantischer liquider Markt geschaffen wird und so der Druck der Finanzmärkte verloren gehen könnte. Europa hat aber kein Liquiditätsproblem, sondern ein Soliditätsproblem bestimmter Euro-Staaten.
Eurobonds würden nur den praktischen Verschuldungsvorgang erleichtern und nicht das Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit von Griechenland oder Portugal wiederherstellen.
Geschrieben von: Andreas Zerr Mittwoch, den 31. August 2011 um 00:00 Uhr
Die Situation in der Euro-Zone ist derzeit extrem kritisch. Die Euro-Zone kämpft um ihre Existenz. Es besteht dringender Handlungsbedarf zur Stabilisierung der Situation. Um durchgreifenden und nachhaltigen Erfolg zu erzielen, sollte auch über neuartige Lösungsansätze nachgedacht werden, um die dramatischen Folgen eines möglichen Euro-Zusammenbruchs zu vermeiden.
Einer dieser neuartigen Lösungsansätze könnte das nachfolgende
12 Punkte-Konzeptdarstellen. Das Konzept ist eine Roadmap zur Lösung der europäischen Schuldenkrise.
Der Grundgedanke, der diesem Konzept zugrunde liegt ist die Erkenntnis, dass die Lösung der europäischen Schuldenkrise nicht in einer noch größeren Schuldenaufnahme liegen kann. Demzufolge müssen von den Staaten u.a. neue Einnahmequellen erschlossen werden.
Geschrieben von: Andreas Zerr Samstag, den 03. September 2011 um 00:00 Uhr
Bei einem durchschnittlichen Zinsniveau von etwa fünf Prozent verdoppeln sich die Schulden alle 14 Jahre (72/5 = 14,4). Tatsächlich steigt die Schuldenlast jedoch deutlich schneller. Ohne über hellseherische Fähigkeiten verfügen zu müssen, können wir die Aussage treffen, dass die meisten Industriestaaten (vom jetzigen Schuldenstand aus) nur noch wenige Verdopplungen der Schuldenlast verkraften können.
Zudem haben Studien von Carmen Reinhard und Kenneth Rogoff gezeigt, dass das reale Wirtschaftswachstum nach Finanzkrisen deutlich geringer ist und dass die Wachstumsrate von Volkswirtschaften fällt, sobald der Schuldenstand auf mehr als 90% des BIPs steigt. Dies ist in allen wichtigen Ländern Europas und den USA der Fall.
Folglich ist – ohne dauerhafte Verringerung des Defizits - bereits jetzt absehbar, dass Deutschland früher oder später auch einen Schuldenschnitt benötigen wird.
Geschrieben von: Andreas Zerr Freitag, den 02. September 2011 um 00:00 Uhr
Durchführung eines geordneten Schuldenschnitts Griechenlands – Klartext: eine Staatspleite - darf kein Tabuthema mehr sein. Der griechische Staatsbankrott ist möglich und sehr wahrscheinlich, wenn die Angaben zur griechischen Verschuldung von den Verantwortlichen ernst genommen würden.
Ein geordneter Schuldenschnitt ist zu befürworten, was jedoch nicht passieren darf ist ein „Fallenlassen“ des Landes. Es darf nicht sein, dass Millionen von Europäern in einer dar-auf folgenden Wirtschaftskrise (Depression) sich selbst überlassen werden.
Die Devise heißt folglich: „Helfen, aber nicht ausnehmen lassen.“
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Der Spekulant fordert Europas Politiker zum Handeln auf. Drei mutige Schritte seien jetzt erforderlich. [Weiterlesen]