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12 Punkte-Konzept (Übersicht)

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Grundgedanke des Lösungskonzepts ist der Verzicht auf eine Finanzierung von allen Stabilisierungsmaßnahmen mit neuen Schulden. [Weiterlesen]

1.  Einrichtung einer EZB-Deviseninterventionsstelle zum Aufkauf von US-Dollars. Das hiermit verfolgte Ziel ist die Verringerung des Euro/Dollar-Kursniveaus sowie die "Erwirtschaftung" von Devisenreserven. [Weiterlesen]

2.  Reinvestition der Devisenreserven in der EU: u. a. Erstattung der entstandenen Verluste aufgrund eines wahrscheinlichen griechischen Schuldenschnitts, Investition in Forschung und Entwicklung sowie schuldenfreie Finanzierung von Konjunkturprogrammen [Weiterlesen]

3. Durchführung eines geordneten Schuldenschnitts in Griechenland [Weiterlesen]

4. Verankerung einer Staatsinsolvenzordnung inkl. einer freiwilligen Euro-Austrittsklausel im Maastricht-Vertrag [Weiterlesen]

5. Vertraglicher Verzicht zur Einführung von Eurobonds [Weiterlesen]

6. Außerkraftsetzung des Euro-Rettungsschirms bzw. Übertragung der Haftung auf den EZB-Devisenreserven-Fonds

7. Einführung einer Schuldenbremse in den Euro-Krisenländern

8. Einführung einer Wertpapiertransaktionssteuer

9. Stärkere Regulierung von europäischen Banken; das Konzept der Universalbanken soll aufgegeben werden

10. Erarbeitung von Effizienzvorgaben für die öffentlichen Verwaltungen der EU-Staaten

11. Mechanismen entwickeln bzw. Regelungen einführen, die eine praktische Zahlungsunfähigkeit der EZB verhindern sollen

12. Gründung von zwei europäischen Ratingagenturen; diese sind der EZB-Aufsicht unterzuordnen

(Erläuterungen zu den Punkten 5-12 folgen in Kürze.)

 

5. Punkt des 12 Punkte-Konzepts - Vertraglicher Verzicht Eurobonds

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Geschrieben von: Andreas Zerr Donnerstag, den 06. Oktober 2011 um 10:19 Uhr

Euro-Bonds gelten für Einige als die Lösung der europäischen Schuldenkrise. Plötzlich sollen sie die Euro-Zone aus der Schuldenfalle retten.
Es gibt im Wesentlichen sechs Argumente, die gegen diese politische Illusion spricht.  
 
 
Die Verfechter der Eurobonds-Idee gehen davon aus, dass durch die Einführung von Gemeinschaftsanleihen ein gigantischer liquider Markt geschaffen wird und so der Druck der Finanzmärkte verloren gehen könnte. Europa hat aber kein Liquiditätsproblem, sondern ein Soliditätsproblem bestimmter Euro-Staaten.
Eurobonds würden nur den praktischen Verschuldungsvorgang erleichtern und nicht das Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit von Griechenland oder Portugal wiederherstellen.

 

12 Punkte-Konzept zur Lösung der europäischen Schuldenkrise

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Geschrieben von: Andreas Zerr Mittwoch, den 31. August 2011 um 00:00 Uhr

Die Situation in der Euro-Zone ist derzeit extrem kritisch. Die Euro-Zone kämpft um ihre Existenz. Es besteht dringender Handlungsbedarf zur Stabilisierung der Situation. Um durchgreifenden und nachhaltigen Erfolg zu erzielen, sollte auch über neuartige Lösungsansätze nachgedacht werden, um die dramatischen Folgen eines möglichen Euro-Zusammenbruchs zu vermeiden.

Einer dieser neuartigen Lösungsansätze könnte das nachfolgende

12 Punkte-Konzept

darstellen. Das Konzept ist eine Roadmap zur Lösung der europäischen Schuldenkrise.

Der Grundgedanke, der diesem Konzept zugrunde liegt ist die Erkenntnis, dass die Lösung der europäischen Schuldenkrise nicht in einer noch größeren Schuldenaufnahme liegen kann. Demzufolge müssen von den Staaten u.a. neue Einnahmequellen erschlossen werden.

 

4. Punkt des 12 Punkte-Konzepts - Staatsinsolvenzordnung

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Geschrieben von: Andreas Zerr Samstag, den 03. September 2011 um 00:00 Uhr

Bei einem durchschnittlichen Zinsniveau von etwa fünf Prozent verdoppeln sich die Schulden alle 14 Jahre (72/5 = 14,4). Tatsächlich steigt die Schuldenlast jedoch deutlich schneller. Ohne über hellseherische Fähigkeiten verfügen zu müssen, können wir die Aussage treffen, dass die meisten Industriestaaten (vom jetzigen Schuldenstand aus) nur noch wenige Verdopplungen der Schuldenlast verkraften können.

Zudem haben Studien von Carmen Reinhard und Kenneth Rogoff gezeigt, dass das reale Wirtschaftswachstum nach Finanzkrisen deutlich geringer ist und dass die Wachstumsrate von Volkswirtschaften fällt, sobald der Schuldenstand auf mehr als 90% des BIPs steigt. Dies ist in allen wichtigen Ländern Europas und den USA der Fall.

Folglich ist – ohne dauerhafte Verringerung des Defizits - bereits jetzt absehbar, dass Deutschland früher oder später auch einen Schuldenschnitt benötigen wird.

 

3. Punkt des 12 Punkte-Konzepts - Geordneter Schuldenschnitt

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Geschrieben von: Andreas Zerr Freitag, den 02. September 2011 um 00:00 Uhr

Durchführung eines geordneten Schuldenschnitts Griechenlands – Klartext: eine Staatspleite - darf kein Tabuthema mehr sein. Der griechische Staatsbankrott ist möglich und sehr wahrscheinlich, wenn die Angaben zur griechischen Verschuldung von den Verantwortlichen ernst genommen würden.

Ein geordneter Schuldenschnitt ist zu befürworten, was jedoch nicht passieren darf ist ein „Fallenlassen“ des Landes. Es darf nicht sein, dass Millionen von Europäern in einer dar-auf folgenden Wirtschaftskrise (Depression) sich selbst überlassen werden.

Die Devise heißt folglich: „Helfen, aber nicht ausnehmen lassen.“

   

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